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Stundenastrologie und das Tabuthema Tod

Von Mona Riegger

 Über das Thema Tod im Stundenhoroskop, bzw. in der Prognose generell, entbrennen immer wieder heftige Diskussionen. Darf man Fragen nach dem Tod beantworten? Ist es ethisch vertretbar, jemanden den nahenden Tod zu prognostizieren, sofern man denn glaubt, diesen im Stundenhoroskop zu sehen?
 

An Diskussionen zu diesem Thema habe ich mich nie beteiligt und weiß darüber auch nur vom Hörensagen. Als Psychologische Astrologin, die auch stundenastrologisch berät, hatte ich es zudem bisher selten mit Klienten zu tun, die konkrete Fragen rund um das Thema Tod stellten. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang aber an den Anruf einer alten Dame. Sie bat mich vor ungefähr fünf Jahren darum, mir eine stundenastrologische Frage stellen zu dürfen. Sie wolle wissen, wie lange sie noch lebe? Als ich ihr erklärte, dass - wenn überhaupt - dies nur der „liebe Gott“ wisse und selbst er uns – sicher aus gutem Grund - bis zum Schluss im Ungewissen ließe, lachte sie. Ja, ja, das sei schon klar und sie würde jetzt nicht erwarten, dass ich ihr ein Datum nenne. Aber sie habe ein Problem, bei dessen Klärung ich ihr vielleicht dennoch behilflich sein könne. Dann erzählte sie, dass sie 91 Jahre alt und noch fit genug sei, sich selbst zu versorgen. Sie wohne allein in einem großen Haus, ihr Sohn schaue täglich nach ihr und für Besorgungen hätte sie Personal. Aber sie würde sich den ganzen Tag nur langweilen, aus dem Fenster blicken und den Vöglein beim Zwitschern zuschauen. Sie habe keine Angst vor dem Tod, wenn er morgen käme, wäre es völlig in Ordnung. Nur die Langeweile, die könne sie nicht mehr ertragen. Nun habe sie sich diverse Alterswohnsitze angesehen und einen sehr komfortablen gefunden, in dem es lustig zuginge. Sie habe dort schon gleich nette Leute kennengelernt, eine Wohnung wäre auch frei, sie könne dort sofort einziehen und ihrem langweiligen Alltag ein Ende bereiten. Dieser Umzug, bei dem sie ja ein ganzes Haus räumen müsste, würde sich aber nur lohnen, wenn sie wirklich noch ne Weile lebe. Wenn ich jetzt in ihrem Horoskop sehen würde, dass es in einem halben Jahr sowieso zu Ende ginge, würde sie nicht mehr umziehen wollen …

FrageAltersheim Anruf am 22.8.2002, 11.12 h, Berlin-Charlottenburg

Jeder anderen alten Dame, die mich angerufen und mir lediglich die Frage gestellt hätte: "Soll ich eine Wohnung in einem Alterswohnsitz mieten?", hätte ich - ohne zu zögern- eine stundenastrologische Antwort gegeben. Doch bei dieser Fragestellung, bzw. nach Offenlegung des dahinter stehenden Motivs, spürte ich Unbehagen. Was, wenn im Stundenhoroskop ein baldiger Tod sichtbar wäre? Ich, für meinen Teil, würde es dem Fragenden nicht sagen. Auch wenn das Motiv der Frage noch so plausibel, wenn nicht sogar nüchtern-rational klingt. Wie ein Mensch letztlich reagiert, wenn er in diesem Kontext zu hören bekommt: "Ziehen sie besser nicht mehr um!", kann ich nicht einschätzen.

Die Auseinandersetzung mit dem Tod, sei es der eigene oder der von geliebten Menschen oder Tieren, ist sicher das Schwierigste, was die Psyche eines Menschen zu bewältigen hat. Den Zeitpunkt zu wissen, wann wir selbst oder Nahestehende sterben, ist von der Natur her nicht vorgesehen und dies sicher mit gutem Grund. Eine noch so gut gemeinte astrologische Aussage diesbezüglich, halte ich persönlich für einen Übergriff in Psyche und Schicksal eines Menschen. Abgesehen davon, arbeitet die Astrologie mit Symbolen und jede Konstellation birgt stets mehrere Möglichkeiten.
Beim Stundenhoroskop des Anrufs der alten Dame war jedoch deutlich zu sehen, dass sie ins Altersheim ziehen würde. Ihr Signifikator Venus stand stark gestellt in Waage im 12. Haus (Altersheim) und eine applikative Konjunktion von Wassermann-Mond und Uranus befand sich im 4. Haus (Umzug). Ich riet ihr zum Umzug, und bekomme seither jedes Jahr zu Weihnachten eine Karte von ihr, mit der sie sich stets bedankt, dass ich ihr bei dieser Entscheidung geholfen habe. Sie verbringt noch glückliche Jahre im Altersheim und ihr Radix-Mond in Zwillinge konnte noch einmal so richtig aufleben.

Aufklärung des letztes Fallbeispiels:
Findet sich eine Diagnose und wird unser Hund wieder ganz gesund?
FrageHund Frage gestellt, am 30.6.2007 um 12.56 Uhr MESZ, Berlin

Bei dieser Frage schwingt eindeutig die Angst mit, dass sich möglicherweise keine Diagnose finden lässt und der Hund vielleicht sogar stirbt. Die Fragestellerin wird von Venus symbolisiert, die kurz vor einer Konjunktion mit der Saturn-Neptun-Achse steht. Hier spiegeln sich nicht nur Ratlosigkeit und Angst, sondern auch die Furcht vor einer Trennung (Venus/Saturn). Der Mond, als Mitherrscher der Fragenden steht im Exil, im 4. Haus, was auf die schwierige häusliche Situation schließen lässt.
Die Frage ist im Horoskop enthalten. Der Hund wird dem 6. Haus zugeordnet und die Venus (Fragestellerin) steht im 6. Haus des Hundes (Gesundheit). Nach Drehung des Horoskops befindet sich Uranus im 1. Haus des Hundes und sein Signifikator Jupiter steht in seinem 10. Haus.
Die gesundheitliche Verfassung des Hundes und die unklare Diagnose wird zweifelsfrei von der Saturn-Neptun-Opposition in den Häusern 6/12 beschrieben. Der in Schütze zwar stark gestellte, aber rückläufige Signifikator des Hundes weist zudem darauf hin, dass es ihm zum Zeitpunkt der Fragestellung nicht gut ging. Uranus in 1 lässt darauf schließen, dass mit ständigen Veränderungen seines Zustandes zu rechnen ist. Ein Kontinuität ist nicht zu erwarten, weder im positiven noch im negativen Sinne.

Aspekte der Signifikatoren
Es wurde nach der Gesundheit des Hundes gefragt: Signifikator seines 6. Hauses ist Sonne. Sie steht im Krebs, was auf einen etwas labilen, launischen Zustand hindeutet. Der nächste Aspekt der Sonne wird die Opposition zu Mond sein, danach macht sie nur noch ein Trigon zu Uranus.
Neben-Signifikator des 6. Hauses: Venus und Saturn. Venus steht kurz vor einer Opposition zu Neptun, dann Konjunktion Saturn, dann Trigon Pluto, als letzten Aspekt, bevor sie das Zeichen Löwe verlässt. Da Venus auch gleichzeitig Signifikator der Fragestellerin ist, sähe dies erstmal so aus, als gäbe es noch eine Zeit der Unklarheit und Verunsicherung, dann aber unter Trigon Pluto eine Wandlung und Regeneration mit Heilungschancen. Allerdings wird die Venus auf 2 Grad Jungfrau rückläufig und wandert noch einmal bis auf 16 Grad Löwe zurück. Sie wird also zwischen Mitte bis Ende Juli wieder durch die Saturn-Neptun-Opposition laufen und am 21.9. noch einmal in Opposition zu Neptun stehen. Am 3.10. erfolgt dann ihr letzter Aspekt in Löwe, wiederum ein Trigon zu Pluto.

Saturn hat zum Fragezeitpunkt seine letzte Opposition zu Neptun schon vollendet, er empfängt aber am 1.8. noch ein Quadrat von Mars. Jupiter, der Signifikator des Hundes, wurde am 8.8. wieder direktläufig. Ab diesem Zeitpunkt konnte mit einer Besserung des Allgemeinzustandes gerechnet werden. Drei Hauptaspekte zu Langsamläufer würde Jupiter noch bilden: ein Quadrat zu Uranus am 9.10., ein Sextil zu Neptun am 30.10. und eine Konjunktion mit Pluto am 11.12.

Das Quadrat zu Uranus versprach eine große Wende im Geschehen. Vielleicht der Durchbruch in Sachen Diagnose? Nur wenige Tage zuvor hatte Venus = FS ihren letzten Aspekt (Trigon Pluto) vollendet. Es schien sich also tatsächlich noch bis Anfang Oktober hinzuzuziehen, bis eine Veränderung der Situation in Sicht wäre. Die Jupiter-Pluto-Konjunktion im 10. Haus des Hundes hätte also tatsächlich bedeuten können, dass der Hund, nach Diagnose und Heilung, doch noch zum Therapiehund hätte ausgebildet werden können. Sein eigenes (überstandenes) Leiden wäre dabei vielleicht sogar noch von Nutzen gewesen. Der Mond bildete im weiteren Verlauf keine schwierigen Aspekte mehr, sein letzter Aspekt war Sextil Uranus.

Ich ging bei der Deutung davon aus, dass die Jupiter-Uranus-Quadratur die Wende bringen würde und man erst danach sehen könnte, wie es sich entwickelt. An den möglichen Tod des Hundes mochte ich vor dieser Quatratur noch nicht denken, außerdem war danach auch nicht gefragt.

Am 5.10.2007 ist der Hund jedoch gestorben. Nach dramatischem Auf und Ab, nach plötzlichen Besserungen und guten Tagen voller Hoffnung, und plötzlichen Einbrüchen, die jede Hoffnung wieder zunichte machten. Da die Ärzte allesamt ratlos waren, woran der Hund litt, wurde eine Obduktion anberaumt. Das Ergebnis stand bei meinem letzten Gespräch mit der Fragestellerin noch nicht fest.
Allerdings könnte die Jupiter-Pluto-Konjunktion im 10. Haus des Hundes doch noch ein wichtiges Ergebnis zeitigen! Es hatte sich nämlich herausgestellt, dass die Züchterin eine vererbbare Krankheit in der Linie des Hundes verschwiegen hat. Inzwischen hat sie der Fragestellerin – wohl aus schlechtem Gewissen - sogar den Kaufpreis des Hundes zurückerstattet. Was diese aber eher als Hohn empfand, denn als Wiedergutmachung. Der Fragestellerin ging es jetzt vor allem darum, dass der Träger der Krankheit aus der Zucht genommen wird und auch die anderen Besitzer von Hunden aus der Linie informiert würden, damit sie – bei Erkrankung der Hunde – schneller eine Chance hätten, die Krankheit diagnostizieren und gezielt behandeln zu lassen.
Es sieht jedenfalls ganz so aus, als habe die Geschichte noch ein plutonisches Nachspiel. Auch der Hund könnte, post mortem, doch noch eine hilfreiche Jupiter-Botschaft haben. 

Deutungsvorschläge von Leserinnen und Lesern

Es gingen auch diesmal etliche Deutungen von Leserinnen und Lesern ein, wovon ich nachfolgend einige ungekürzt vorstellen möchte. Manche waren entschieden dafür, dass der Hund gesund würde, andere sahen im Stundenhoroskop den Tod des Hundes. Im Nachhinein kann man zwar sehen, dass das erste Haus des Stundenhoroskops und der Fragestellerin = das 8. Haus des Hundes ist. Doch ich hätte daraus nicht geschlossen, dass der Hund zwangsläufig an dieser Krankheit sterben würde. Aber es ist immer wieder lehrreich zu sehen, wie viele Deutungswege es doch gibt.

Antworten der Leserinnen und Leser:
Die Fragestellerin wird symbolisiert durch Venus und Mond, ihre Hündin durch Mars (Tag- und Nachtherrscher der Wasser-Triplizität; 6. Haus Spitze Fische). Hündin und Frauchen hängen sehr aneinander (Mars im Domizil der Venus und in Erhöhung des Mondes; Mond in der Erhöhung von Mars), aber beiden geht es auch sehr schlecht: Mars im Exil in applikativem Quadrat zu Saturn; Mond in Steinbock im Exil und Venus in enger Konjunktion zu Saturn, in Opposition zum Haus ihrer Freude.
Der Mond bildet nur noch eine Opposition zur Sonne in Krebs, bevor er das Zeichen wechselt. Mars im radikalen 8. Haus steht bei Drehung der Radix im 3.Haus des Hundes ("kurze Reisen", Beweglichkeit).
Da dieser Mars im Quadrat auf Saturn zuläuft, wird er bald gar nicht mehr laufen können: Saturn = Starre, Unbeweglichkeit. Saturn in 11 (Domizil) heißt für mich auch Abschied von einem Freund; Venus-Saturn: Ende einer Liebesbeziehung.
Die Dame wird sich von ihrer Hündin leider trennen müssen, zum Wohle des Tieres. (Die Transsaturnier habe ich wg. der klassischen Astrologie bei der Deutung nicht berücksichtigt.)
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Die Fragestellung findet wir über Mond als Signifikatorin der Fragestellerin im Exil im 4. Haus und Venus in Konjunktion mit Saturn im Löwen (Exil) im 11., d.h. 6. Haus des Hundes: Sie beschäftigt sich mit der Gesundheit bzw. mit dem Tod ihres Tieres.
Der Hund wird durch Jupiter, als Herrscher des 6. Hauses symbolisiert. Er steht eingeschlossen und rückläufig im 3. Haus, d.h. gegenüber dem Haus seiner Freude. Es geht ihm eindeutig nicht gut, aber nicht so schlecht, dass sein Tod zu befürchten wäre: Saturn als Herrscher von Hundchens 12. Haus steht im Exil, in Opposition zum Haus seiner Freude. Und Jupiter bildet keine Aspekte zu ihm, bevor er sein Zeichen verlässt! Mond läuft auf Spitze 6. Haus, Jupiter auf Spitze 1, die beiden können sich also bald wieder in die Pfoten fallen. Wer hilft nun dem Hund? Merkur als Herrscher des 7. Hauses (vom Hund) steht im Erhöhungszeichen Jupiters und löst sich gerade aus der Verbrennung der Sonne und der Opposition zum Mond, um in sein eigenes Revier zurückzukehren und ein Sextil zu Mars zu bilden. Mond und Mars stehen in Rezeption, in gegenseitiger Erhöhung.
Ein Umdenken in der Therapie (rückläufiger Merkur) scheint hier den Erfolg zu bringen, bzw. gebracht zu haben, denn ich gehe davon aus, dass das Tier mittlerweile wieder gesund ist.
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Der Signifikator der Fragestellerin ist die Venus und sie steht im 11. Haus. Der Hund fällt in den Bereich des 6. Hauses und seine Herrscher sind Neptun und Jupiter, außerdem steht die Venus im 6. vom 6. Haus, die Gesundheit des Hundes (man könnte dem Hund auch das 5. Haus zuordnen, doch das wäre eher der Fall, wenn der Hund ein Haustier wäre. Da er hier einen bestimmten Zweck erfüllen soll, nämlich zum Therapiehund ausgebildet zu werden, fällt er in den Bereich des 6. Hauses).
Saturn im 6. Haus des Hundes deutet schon dessen gesundheitliche Schwierigkeiten an, und die applikative Konjunktion mit der Venus verweist darauf, dass sich die Fragestellerin intensiv um dessen gesundheitlichen Probleme kümmern wird. Doch Saturn wird den Heilungsprozess verzögern, außerdem steht er in Opposition zu Neptun. Neptun ist der Signifikator des Hundes, er steht in Haus 5, also im 12. vom 6. Haus (Krankheiten, die nicht definierbar sind), was seine Schwäche und Lähmung anzeigt (Neptun in Haus 12: Lähmung/Betäubung, eventuell Einlieferung in ein Krankenhaus). Die Venus/Neptun-Opposition deutet an, dass die Fragestellerin verwirrt ist; vielleicht wird sie ihren Hund hergeben müssen (Opposition = Trennung). Eine logische Schlussfolgerung wäre, dass der Hund im Tierheim bleiben muss (Neptun im 12. Haus des Hundes = Krankenhausaufenthalt)
Mit Saturn im 6. Haus in Opposition zu Neptun im 12. Haus (aus der Sicht des Hundes), ist eine Heilung nicht zu erwarten, vor allem deshalb nicht, weil die Opposition eben auf der Krankheitsachse 6/12 verläuft. Außerdem steht die Sonne, die Herrscherin vom 6. Haus des Hundes, auf dem gleichen Grad wie der Drachenkopf, ebenfalls ein schlechtes Zeichen. Ihre separative Konjunktion mit dem rückläufigen Merkur deutet an, dass die Krankheit des Hundes nicht diagnostizierbar war und auch nicht diagnostizierbar sein wird, da Merkur noch länger rückläufig bleibt. Jupiter als Signifikator des Hundes steht in Haus 3, also in dessen 10. Haus. Da er rückläufig ist bedeutet dies, dass der Hund seiner Berufung, zum Therapiehund ausgebildet zu werden (Haus 10), nicht nachgehen kann und nicht nachgehen wird (rückläufiger Jupiter).
Der Mond steht im Steinbock, die Fragestellerin kann daher nicht viel ausrichten. Er wird noch eine Opposition zur Sonne bilden, der Herrscherin des 6. Hauses des Hundes, ebenfalls ein Hinweis darauf, dass sie nichts ausrichten kann, um ihn wieder gesund zu pflegen.
Alles in allem kann man sagen, dass der Hund nicht gesund wird und dass er vielleicht im Tierheim bleiben muss. Außerdem wird seine Krankheit weiterhin nicht leicht zu diagnostizieren sein.
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Findet sich eine Diagnose? Antwort: ja! Wird unser Hund wieder ganz gesund? Antwort: nein!
Die Fragestellerin macht sich Sorgen um den Hund. Venus als Herrscherin vom Waage-AC in Löwe läuft noch in eine direkte Konjunktion zu Saturn (sich Sorgen machen um etwas Wertvolles, Venus im Löwen). Wo sind Tiere zu suchen? Zumindest Kleintiere sind im Haus 6 zu finden. Haus 6 ist hier also der AC vom Hund. AC ist in Fische, mit Uranus im 1. Haus. Der Herrscher vom AC in der Stundenastrologie ist hier Jupiter im Schützen und sogar im 9. Haus, daher eigentlich stark gestellt, aber da rückläufig und eingeschlossen, wird er vermutlich etwas geschwächt sein. Die Diagnose stellt vermutlich ein Tierarzt, da schaue ich nach Saturn, der im Löwen im 6. Haus ist, aber gleichzeitig haben wir Mond im Steinbock. Hausspitze 6 im Löwen, Herrscher im Krebs, Sonne lief gerade über einen rückläufigen Merkur, daher war die Diagnose nicht so leicht zu stellen. Aber die Ärzte finden eine Diagnose (Steinbock, bzw. Saturn als Koryphäe), die sehr ernüchternd sein wird (Venus die Fragestellerin läuft auf den Arzt zu und Mond im Steinbock = Ernüchterung). Der Mond geht in ein Sextil (ZE 5,5 Tage, Wochen, Monate) zum Jupiter (daher die Diagnose, da Jupiter der Herrscher vom Hund ist) und bildet als letzten Aspekt ein Sextil (ZE knapp 12) zu Uranus im 1. Haus, was ja eigentlich auf einen glücklichen Ausgang schließen lässt. 1. Haus hat ja auch mit der körperlichen Verfassung zu tun. Trotzdem glaube ich nicht, dass der Hund gesund werden wird. Jupiter wird wieder direktläufig und läuft dann noch ins Quadrat zu Uranus im 1. Haus (keine Besserung in Sicht, sondern es wird eher noch schlimmer). Der nächste Aspekt ist der zu Neptun. Hoffnung keimt auf, evtl. durch Medikamente (Neptun) hervorgerufene Besserung. Aber der letzte Aspekt von Jupiter ist zu Pluto (ZE 20-21). Evtl. die Erlösung (Jupiter) vom Leiden (Pluto), Tod. Der Hund kann evtl. eine Hüftdysplasie haben (da das Schützezeichen für die Hüfte steht, dazu noch Jupiter im eigenen Zeichen und im 9. Haus). Die Hündin wird etwas Chronisches haben (Mond im Steinbock), auf jeden Fall hat es mit den Knochen zu tun. Die Hündin wird nicht zum Therapiehund ausgebildet werden können.
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Das Stundenhoroskop beinhaltet die Frage. Der Aszendent ist Waage, der Herrscher also Venus. Venus steht für Hund oder Haustier. Venus befindet sich im 11. Haus, das "Gesundheitshaus des Hundes", also das 6. Haus vom 6. Haus (Haustier).
Für die Diagnose steht der Merkur, welcher dominant am MC steht. Der Merkur wird von der Sonne verbrannt, ist rückläufig, und bildet ein Sextil zum Mars im 8. Haus. Das 8. Haus ist das 3. Haus des Hundes. Das 3. Haus steht für die Bewegungsabläufe, der Mars für den Schmerz. Die richtige Diagnose wird zunächst nicht gestellt, weil Merkur "verbrannt" ist und somit unter der Verbrennung "zurückhält", was er weiß. Merkur wird jedoch wieder direktläufig (10.07.07) und bildet danach ein Trigon zu Uranus und schließlich wieder ein Sextil zu Mars, bevor er in den Löwen wechselt. Daraus lässt sich m. E. schließen, dass die richtige Diagnose geradezu plötzlich und unerwartet gefunden wird (Merkur Trigon Uranus) und eine erfolgreiche Behandlung des Schmerzes (Merkur Sextil Mars) nunmehr durchgeführt werden kann. Auch führen die Venus-Aspekte m.E. schließlich zu einem positiven Ausgang. Zunächst befindet sich Venus in Opposition zum Neptun: Der Gesundheitszustandes und die Ursache der Krankheit können nicht gefunden werden. Der Hund fühlt sich nicht wohl; er ist in seiner Bewegungsmöglichkeit stark eingeschränkt. Bevor Venus das Zeichen verlässt, bildet sie ein Trigon zum Pluto. Das lässt m. E. die Deutung zu, dass auch hier ein positiver Ausgang der Behandlung nach richtiger Diagnose und Therapie erwartet werden kann. Der Mond steht schwach im Steinbock, bildet zunächst eine Opposition zur Sonne (Vollmond) und als letzten Aspekt ein Sextil zum Uranus. Die Sonne-Mond-Opposition ist m. E. als negativ zu beurteilen. Auch hier wird die zunächst negative, dramatische Gesundheitssituation des Hundes widergespiegelt. Auch hier lässt der letzte Aspekt des Mondes darauf schließen, dass sich die Situation relativ plötzlich zum Besseren für den Hund wendet.
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Ich habe krampfhaft nach einer Entsprechung für den Aszendentenherrscher gesucht, bei Hannelore Goos "Handbuch der astrologischen Zuordnungen" wurde ich dann unter Haustier "passend fündig". Unter "Hund" findet man dort tatsächlich Jupiter und Merkur, auch Chiron, Jungfrau, Krebs und 6. Haus. Zugegebenermaßen war ich etwas irritiert. Bisher habe ich mich am Aszendentenherrscher orientiert und nachgesehen, in welchem Haus er steht, um zu prüfen, ob das Horoskop die Frage enthält. Hier muss ich offensichtlich dazulernen. Venus in 11 kann ich auch jetzt nicht so recht deuten. Vielleicht so: Venus, die Fragerin also, ist mit der Problematik "Gesundheit ihres Hundes" beschäftigt (6. Haus vom 6. Haus= Gesundheitszustand des Hundes). Könnte man das so deuten ?
Jetzt zu Jupiter und Uranus. Jupiter ist zunächst rückläufig. Er steht zwar im eigenen Zeichen Schütze, ist aber durch die Rückläufigkeit geschwächt, was den Gesundheitszustand des Hundes symbolisiert. Am 07.08.07 wird Jupiter direktläufig, bildet am 07.09.07 ein Sextil zum Chiron, am 09.10.07 ein Quadrat zu Uranus, am 30.10.07 ein Sextil zum Neptun und als letzten Transit eine Konjuktion zu Pluto, bevor er das Zeichen Schütze verlässt.
Das deute ich so: Die Direktläufigkeit Jupiters symbolisiert, dass es zunächst wieder aufwärts geht mit der Gesundheit des Hundes. Das Sextil zu Chiron (Arzt) lässt auf eine hilfreiche Diagnose schließen. Das Quadrat zu Uranus jedoch läßt m. E. die Deutung zu, dass sich der Gesundheitszustand des Hundes dramatisch verschlechtert.
Das Neptun-Sextil könnte daraufhin deuten, dass dann noch kurz eine Besserung eintritt, während die Pluto-Konjuktion m.E. kein gutes Ende des Hundes annehmen lässt; der Hund stirbt schließlich an seinem Leiden. Hier will ich noch einmal auf die Mondposition am IC im vierten Haus zurückkommen: Das vierte Haus oder IC deutet auf ein Ende einer "Angelegenheit" hin, was meine "nachträgliche Jupiter-Deutung" bestätigen würde. Jetzt bin ich noch gespannter auf den wahren Ausgang der Geschichte und hoffe, einigermaßen richtig zu liegen.

 
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