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Philips Schachtel A - D

Ausgewählte Kostbarkeiten aus Philips Schachtel der Jahre 2000 bis 2008


Buchstabe A


Friedrich III., geb. 21.09.1414 in Innsbruck, gestorben 19.8.1493, hatte als Devise das AEIOU , deren Deutungen eine Unzahl ist. Die bekannteste war wohl „Austria erit in orbe ultima” oder “Alles Erdreich ist Österreich untertan” aber auch „Aller Ernst ist Österreichs Untergang“. Auch wird ihm ein weiterer, bekannter Spruch zugeschrieben: „Bella gerant alii, tu felix Austria nube – Andereführen Kriege, Du glückliches Österreich heiratest“. Adelige hatten zu dieser Zeit die Angewohnheit, ihre Gegenstände oder Bauwerke mit einem Sinnspruch zu versehen, der „Liberey“ genannt wurde.

732, Okt. -Einfall der Araber in Aquitanien (Frankreich) unter Abd ar Rhaman. Niederlage der Araber und Tod von Abd ar Rhaman.

Abraham a Santa Clara , geboren als Ulrich Megerle am 2.7.1644 in Kreenstetten und gestorben am 1.12.1709 in Wien. Er war kaiserlicher Hofprediger in Wien, bissig, derb und humorvoll sagte er der Stadt ihre Sünden und wurde auch des öfteren wegen seiner Ausdrucksweise angehalten, sich zu entschuldigen. Einmal war es wieder soweit: Er hatte von der Kanzel verkündet, dass er sämtliche Jungfrauen der Stadt auf einem Schubkarren aus Wien herausführen könnte. Zur Entschuldigung angehalten, verkündete er in seiner nächsten Predigt: "er habe nicht gesagt, wie oft er mit dem Schubkarren fahren werde". Ein andermal wetterte er gegen die Frauen, die der damals aufkommenden Mode der tiefausgeschnittenen Kleider huldigten mit den Worten, sie seien es nicht wert, dass man sie anspucke. Die Kaiserin, die selbst diese Mode pflegte, ließ ihn wissen, wenn er nicht widerriefe, würde er sein Amt verlieren. Er widerrief in der nächsten Predigt mit den Worten "sie sind es wert." Er verlor sein Amt nicht.

Die Abtreibung ungewollter Leibesfrucht war seit eh und je ein Problem, vor allem für ledige Frauen. Von Plato und Aristoteles wurde sie sogar befürwortet, so es sich nicht um eine verheiratete Frau handelte, da ja dadurch dem Ehemann ein Kind gestohlen wurde. Im Mittelalter, als die Kirche mehr und mehr Einfluss auf die Gestze bekam, heißt es zum Beispiel 1532 in der Gerichtsordnung Kaiser Karl V., nach ihm die „Carolina“ genannt: „Item so jemandt eynem weibsbild durch bezwang, essen oder drincken, eyn lebendig kindt abtreibt, wer auch mann oder weib unfruchtbar macht, so solch übel fürsetzlicher oder boshafftiger weis geschiht, soll der mann mit dem schwert als eyn todtschläger und die fraw so sie es an jr selbst thette ertrenkt oder sonst zum tod gestrafft werden.“ Ein Kind galt ab dem 5.Monat der Schwangerschaft als lebend, wenn es sich im Leib der Mutter zu rühren begann. Nun, wie halfen sich die Frauen in dieser Zeit? Es gab eine Menge Kräuter, die als Abtreibungs¬mittel verwendet wurden. Hierüber wussten Hebammen und heilkundige Barbiere Bescheid. Es waren oft scheinbar harmlose Küchenkräuter, wie Thymian, Lavendel, Pfefferminze oder Majoran, die in großen Dosen genommen, die erwünschte Wirkung hatten. Am bekanntesten war wohl dieAlraune und das Öl des Sadebaumes. Anfang des 20. Jahrhunderts kratzte man den Phosphor von Streichhölzern und trank es im Tee. Dann kam immer mehr medizinisches Wissen auf und es wurde Arsen, Chinin oder Zyankali verwendet, was nicht selten tödlich für die Frauen war.
Eine alte Frau, die ich einmal fragte, wann das Leben beginne sagte: „Wenn die Kinder aus dem Haus und der Alte unter der Erde.“
Konrad Adenauer, geboren in Köln am 5.1.1876 war vom 15.9.1949 bis 15.10.1963 Deutscher Bundeskanzler. Seine Geburtszeit wurde 50 Jahre lang mit 10.02GT angegeben und ergab ein Horoskop, das erstens mit keinem der Ereignisse aus seinem Leben funktionierte und zweitens fehlte mir die so deutliche Skorpionvariante im Wesen und Aussehen Adenauers. Im Jahr 2003 wurde nun seine Geburtsurkunde gefunden: Geburtszeit 03.30OZ Köln. Es ergibt mit einer 7min Rückkorrektur eine Geburtszeit von 2.58GT, ein MC von 3.36 Jungfrau und einen Ascendent von 16.16 Skorpion.

3000vC -Um diese Zeit wurde angeblich von dem chinesischen Arzt Huang Tium die Akupunktur erfunden, die durch das Einstechen von Nadeln in genau festgelegte Punkte des Körpers (zumeist drei), für gewisse Krankheiten Heilung bringt. Die erste Nadel zur Kräftigung, die zweite zur Beruhigung und die dritte zur Stärkung. Bis heute nicht im Gebrauch der Schulmedizin.

49vC -«alea jacta est», Die Würfel sind gefallen.Angeblicher Ausspruch Caesars bei der Überschreitung des Rubikon, der damals vermutlich Fiumicino hieß. Als Caesar am 11.1.49vC aus seiner Provinz gallia cisalpina kommend die Grenze nach Italien überschritt eröffnete er damit den Bürgerkrieg.

1252 -berechneten die beiden Gelehrten Jehuda ben Mose und Isaak Ben Sid im Auftrag von Alfons X. von Kastilien in Toledo die sogenannten Alfonsinischen Tafeln, mit denen es möglich war für jeden Tag des Jahres den Stand von Sonne, Mond und der damals bekannten 5 Planeten zu berechnen. Columbus verwendete sie auf seiner Fahrt nach Amerika.

Alfred und Clara heirateten im August des Jahres 1928. Clara hatte heuer ihren 22. Geburtstag gefeiert, Alfred seinen 7. Wie ist das Geburtsdatum von Alfred? Und in welchem Jahr hatten die beiden den gleichen Geburtstag gefeiert ?
Der wievielte war das?  

Um 962 wurde Odilo in der Auvergne geboren. Seit 994 Abt von Cluny. Auf ihn geht die Einführung des Allerseelentages am 2.11. zurück. Er starb am 31.12.1048 in Souvigny.

Alois Alzheimer, geboren am 14.6.1864 um 3.19 h GT in Marktbreit/Bayern, gestorben am 19.12.1915 in Breslau, entdeckte 1907 die nach ihm benannte Krankheit, die vornehmlich in höherem Alter auftritt. Sie beginnt mit Vergesslichkeit, Persönlichkeitsveränderung,Sprachstörungen und geht über Demenz, Stupor bis zum Koma. Über die Ursachen dieser Krankheit ist so gut wie nichts bekannt, daher ist auch eine Behandlung schwierig und eine Heilung so gut wie ausgeschlossen. Von 12 Millionen der in Deutschland Lebenden über 65¬Jährigen leiden etwa 10% an dieser Krankheit. Ronald Reagan, früherer Präsident der Vereinigten Staaten, verstarb am 5.6.2004 im Alter von 93 Jahren nach jahrelangem Leiden an Alzheimer.

20.05.1506, -Christopher Columbus stirbt in Valladolid, niedergeschlagen, verbittert und von der Welt nicht beachtet. Selbst sein Biograph Petrus Martyr, der über seine Taten ausführlich berichtete, erwähnt erst viele Jahre später, dass er schon gestorben sei. Ja, es kam lange Zeit dazu, daß der Florentiner Amerigo Vespucci, der vier Entdeckungsreisen nach Amerika unternommen hatte, als Entdecker Amerikas galt und so wurde der neu entdeckte Kontinent nach ihm, America, benannt.

Hans Christian Andersen, 2.4.1805, 0.18 h UT in Odense, Dänemark 10.23E, 55.23N.
168 Märchen hat er geschrieben, an kalten Winterabenden wurden sie uns vorgelesen und wir schliefen damit ein. + 4.8.1875 

Angst reinigt die Seele, sagen die Massai.   

1975 -In einer amerikanischen Zeitschrift (Humanist) erscheint ein Artikel gegen die Astrologie, der von 186 Wissenschaftlern, darunter 18 Nobelpreisträgern unterzeichnet ist. Die meisten dieser Wissenschaftler lehnten allerdings ein Interview ab, sie begründeten dies damit, daß sie Astrologie nie studiert hätten.

Einstmals waren Astronomen und Astrologen eins. Das heutige Wissen der Astrologen von der Astronomie schätze ich auf 5%. Testen Sie hier ein wenig von Ihrem astronomischen Wissen:
Die erste Frage. Stellen Sie sich einmal vor Sie stünden am Äquator der Erde, der dreht sich doch, oder? Was meinen Sie, wie schnell sich der Platz, auf dem Sie stehen, dreht? Die zweite Frage: Warum werden Sie bei dieser Geschwindigkeit nicht hinaus ins Weltall geschleudert? Die dritte.Frage: Drehen Sie sich von Ost nach West oder umgekehrt? Die vierte.Frage: Stünden Sie jetzt am Südpol, dreht die Erde sich unter Ihnen im Uhrzeigersinn oder umgekehrt? Die fünfte Frage: Angenommen Sie stünden nun am 50.Breitekreis, etwa in der Gegend von Mainz, wie hoch ist Ihre Geschwindigkeit jetzt? Die sechste.Frage: Lassen wir die Erde einmal ganz stillstehen und sehen wir nur dem Mond zu. Der dreht sich um Sie herum. Macht er das im Uhrzeigersinn oder umgekehrt ? Die siebte Frage Ist es möglich, dass zwei unserer Planeten zusammenstoßen? Die achte Frage: Welche dieser Fragen fiel Ihnen am schwersten zu beantworten? War das eins bis sieben? Dann sollten Sie sich ein wenig um Astronomie und Mathematik kümmern. Oder war es acht? Dann sollten Sie lernen, Entscheidungen zu treffen.

Immer wieder werde ich darauf zurückkommen: Lernt Astronomie!
Und wieder einmal sieben Fragen:

1. Frage: Stellen Sie sich einmal vor, Sie stünden am Äquator der Erde, der dreht sich doch, nicht? Was meinen Sie, wie schnell sich der Platz, auf dem Sie stehen, dreht?
2. Frage: Wieso werden Sie bei dieser Geschwindigkeit nicht hinaus ins Weltall geschleudert?
3. Frage: Drehen Sie sich von Ost nach West oder umgekehrt?
4. Frage: Stünden Sie jetzt am Südpol, dreht die Erde sich unter Ihnen im Uhrzeigersinn oder umgekehrt?
5. Frage: Angenommen Sie stünden nun am 50. Breitenkreis, etwa in der Gegend von Mainz, wie schnell ist Ihre Geschwindigkeit jetzt?
6. Frage: Lassen wir die Erde einmal ganz stillstehen und sehen wir nur dem Mond zu. Der dreht sich um Sie herum. Macht er das im Uhrzeigersinn oder umgekehrt?
7. Frage: Ist es möglich, dass zwei unserer Planeten zusammenstoßen?

War es schwer? Ja? Dann auf zur nächsten Sternwarte, dort sitzen Fachleute!  

Ich hatte vor vielen Jahren die Horoskope von Ärzten gesammelt, um mir deren sechste Häuseranzusehen. Zu meiner Überraschung fand ich eine überdurchschnittliche Besetzung von deren zwölften Häusern. Während im Schnitt etwa ein Planet pro Haus steht, war hier ein Durchschnitt von 3.2 Planeten im zwölften Haus. Aber ich verstand dies: M e i n 12. Haus ist D e i n 6. Haus, also Dein Leiden. Dazu kam noch eine Überlegung: Wenn wir die Achse MC – IC als Elternachse ansehen, dann ist meine Achse 6 – 12 die Achse 3 – 9 der Eltern, also deren Gespräch und Glaube. Dieser Tage fand ich das Horoskop von Bruno Gröning (30.5.1906, 04.02UT, Danzig) und da waren 5 Planeten in 12, darunter Pluto als Herr von 6 in Konjunktion mit Mars und Venus, der Herr von 12 am Asc. Er war einfach ausersehen, zu heilen.

Da ist einmal etwas Neues für Ihre letzte Asche. In den USA wird jetzt für Ihre eingeäscherten Überreste ein Raumflug angeboten, dort waren Sie sicher noch nicht. Ein Gramm für USD 995.-, sieben Gramm nur USD 5.300.-. Auf zu den Sternen, nähere Informationen unter www.spaceservicesinc.com/.

Da ich immer wieder bezüglich Astromedizinischer Literatur gefragt werde, hier ein paar Buchtitel:
Bernd A. Mertz, Das Handbuch der Astromedizin. Meine Gesundheit im Horoskop, Heyne, Mchn. (1995). Peter Ripota, Astromedizin, Ibera (im Erscheinen). Jane Ridder-Patrick, Praktische Astromedizin, Entsprechung zwischen Kosmos, Körper und Seele, Edition Astrodata. Fred Rubenfeld, Michael Smulkis, Sternenlicht Elixiere, Heilung durch Energien aus dem Kosmos, Nietsch (2001). Reinhold Ebertin, Sterne helfen heilen, Geschichte der Astro-Medizin, Ebertin-Vlg., Frbg. (1995). Wilfried Weustenfeld, Astrokräuter für Leib und Seele, Astromedizin in unserer Zeit, Ludwig München. Hans Piper, Kosmos und Heilung, Droemer/Knaur (1998). Peter Ripota, Heilung aus dem Chaos, Die neue Medizin für das Wassermannzeitalter, (1989). Günther Braunger, Lehrbuch der Astromedizin, Hugendubel, Mchn. (1984) Sagan Samuel, Heilende Planetenkräfte, Bunkahle Andreas, Medizinisch-Astrologisches Repertorium in 3 Bd., Freiburg i.Brsg., Asboga Friedbert, Astromedizin, Astropharmazie und Astrodiätetik, Memmingen, Verl. und Druckerei-Genossenschaft, Herlbauer-Virusgo, Praktische Astromedizin, Erfurt (1935). Peter Orban, Astrologie als Therapie, Kailash. B.Thelen, Astrologie und Blütenessenzen, Kailash.

„Der erste Schluck aus dem Becher der Natur führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." (Werner Heisenberg).

1927, am 20./21.5., gelang Lindbergh als erstem die Atlantiküberquerung von New York nach Paris, er benötigte dazu 33.5h. Die erste Ost -West Überquerung schafften Hühnefeld, Kohl und Fizmaurice am 12./13. 4.1928 von Irland nach Greenly Island. Ursprünglich wollten sie in New York landen. Flugdauer 36.5h. Dreissig Jahre später sind diese Flüge Alltag.

348 v.C. Hier beginnt die Story von Atlantis. In seinen Dialogen „Timaios und Kritias“ erzähltPlaton (427 -347vC.), wie ihm Solon, bei einem Besuch in Ägypten bei den dortigen Priestern, von der ehemaligen Existenz der Insel Atlantis berichtete. Diese sei vor den Säulen des Herakles gelegen, von großen Königen beherrscht, und ein wundervolles Land gewesen. Sie sei etwa 400.000qkm groß und nach ihrem ersten König Atlas benannt gewesen. Ein warmer und ein kalter Strom durchzog das Land und es war mit allen Gaben der Natur gesegnet. Zahllose Viehherden grasten und in den Wäldern gab es viel jagdbares Wild. Boden und Klima erlaubten mehrere Ernten im Jahr, herrliche Obstbäume trugen pralle Früchte. 1185 Schiffe zeugten von Macht und Reichtum und prachtvolle Paläste standen rundum im Land, das nur von glücklichen Menschen bewohnt war. Doch an einem einzigem Tag und in einer einzigen Nacht, vor heute etwa 12.000 Jahren, versank die ganze Insel im Meer. Dieser Bericht, den Solon Platon gab, ist das einzige Zeugnis von der Existenz des sagenhaften Atlantis. Seit dem Mittelalter wird der Ort der Insel von hunderten und aberhunderten Forschern und Wissenschaftlern, angefangen von Grönland bis Südamerika, gesucht. Die wohl glaubwürdigste Theorie ist der Einschlag eines Boliden, der möglicherweise auch die Sintflut ausgelöst haben könnte.

Autorennen gibt es heute nicht mehr nur auf Autobahnen, sondern auch schon auf eigens dafür gebauten Rennbahnen. Aber wie begann das Ganze eigentlich? Nun, das erste war ein Straßenrennen von Paris nach Bordeaux und zurück, eine Strecke von 1175 km. Am Start standen 15 Wagen mit Benzinmotor, 6 Dampfwagen und ein Elektromobil. Der Start erfolgte am 17.6.1895, die Fahrt war ungeheuer beschwerlich, so musste z.B. der Beifahrer nachts eine Lampe halten, um die unbeleuchteten Strassen für den Fahrer zu erhellen. Sieger wird der Franzose Emile Levassoir auf einem Panhard et Levassoir mit einem Daimler 5PS Motor. Er erreicht das Ziel nach 48 Stunden und 48 Minuten, was einem Durchschnitt von 24 km/h entspricht. Das Ziel wird überhaupt nur von 8 Benzin-und einem Dampfwagen erreicht, der letzte kommt nach 4 Tagen an. Das Glück des Siegers lag vor allem darin, dass er den Radfahrrekord gebrochen hatte, denn bis dahin hatte man immer daran gezweifelt, dass man jemals mit dem Auto schneller fahren würde.

2012, am 21.12., erscheint an diesem Tag nach dem Aztekenkalender die fünfte Sonne, die es möglich machen könnte, der Welt für immer den Frieden zu bringen.

Buchstabe B


10.6.1190, Friedrich I., Barbarossa, nimmt nach dem Mittagmahl -trotz Warnung seiner Gefährten -ein Bad in dem Fluss Saleph (Südanatolien) und ertrinkt. Geboren 1125, wird er am 4.3.1152 in Frankfurt zum König gewählt.

Die Bartholomäusnacht begann am 24.8.1572 gegen zwei Uhr früh mit der Ermordung des Führers der Hugenotten (Protestanten) durch Herzog Heinrich von Guise und seine katholischen Mordbuben in Paris, einer Stadt, in der beide Religionsgemeinschaften friedlich nebeneinander gelebt hatten. Das war der Auftakt zum allgemeinen Morden: Alles, was nach Hugenotte aussah, wurde niedergemacht. Und dann kam der Pöbel hervor und es wurde gemordet des Besitzes, einer Frau oder einer Erbschaft wegen. Lukas Geizkofler, ein deutscher Student, der die Mordnacht erlebte: „In der ganzen Stadt häuften sich die Leichen, es gab in Paris keine Straße, die nicht über und über mit Blut bedeckt war.“ Am 30. August endlich nahm das Schlachten ein Ende, das in Paris allein an die 5000 Menschenleben gekostet hatte, sich auf dem Land aber noch eine Weile fortsetzte und letztendlich zu fünf Kriegen führte, die sich über zwei Jahrzehnte hinzogen. Papst Gregor XIII., der der zehn Jahre später den nach ihm benannten Kalender berechnen ließ, jubelte allerdings vor Freude, als er die Nachrichten aus Paris erfuhr. Er ließ Freudenfeuer abbrennen, Gedenkmünzen prägen, Prozessionen abhalten und in allen Kirchen das Te Deum singen. „Niemals“, schreibt Erlanger, „wurde in Rom ein Ereignis so glanzvoll gefeiert.“

1827 -Erschüttert sind wir wohl durch Beethovens 1802 geschriebenes „Heiligenstädter Testament“, das uns einen völlig anderen Menschen zeigt als von der Umwelt wahr-genommen wurde. Am deutlichsten sagt uns dies Franz Grillparzer in seiner Grabrede Ende März 1827: „Künstler war er, aber auch Mensch, Mensch in jedem, im höchsten Sinne. Weil er sich von der Umwelt abschloß, nannten sie ihn feindselig und weil er der Empfindung aus dem Weg ging, gefühllos. Er floh die Welt, weil er in dem ganzen Bereich seines liebenden Gemütes keine Waffe fand, sich zu widersetzen. Er entzog sich den Menschen, nachdem er ihnen alles gegeben und nichts dafür empfangen hatte. Er blieb einsam, weil er kein zweites Ich fand.“

Das Biest Stufe 1 -In den USA wurde jetzt ein reiskorngroßer Chip namens Verichip zugelassen, der Kranken im Oberarm eingesetzt wird. Damit kann der behandelnde Arzt die gesamteKrankengeschichte des betreffenden Patienten von allen bisherigen Ärzten oder Spitälern abrufen. Stufe 2 -Ab Jänner 2005 sind die Banken der EU verpflichtet, bei allen Geldeinzahlungen, sei es für eine Spende oder für ein Sparkonto, seien es tausend oder auch nur fünf Euro, eine ausweispflichtige Registrierung des Einzahlers vorzunehmen und zu speichern. Stufe 3 -Ab 2006 soll jeder amerikanische Pass mit einem Funkchip ausgestattet werden. Das Biest arbeitet schneller, als ich dachte.
Das Biest. Nun, Sie tragen inzwischen eine Menge Creditkarten mit sich herum. Eine für die Bank, eine für die Fahrt, eine für das Einkaufszentrum und so fort. Eines Tages wird man Ihnen erklären, es sei wesentlich vernünftiger, nur eine Karte für alles zu haben. Und dann wird man Ihnen erklären, es sei wesentlich einfacher, statt der Karte einfach Ihre Codenummer auf der Hand oder der Stirn zu tätowieren, was jede Verwechslung ausschließen würde. (Geklonte Menschen erhielten natürlich verschiedene Zeichen). Dann sind wir so weit. Denn dann können Sie nichts mehr machen, ohne dass der Zentralcomputer es nicht weiß. Er steht schon bereit, in Brüssel, und wird dort von den Mitarbeitern „la bete“ (das Biest) genannt. Ob sie nun gehen, tanzen, einkaufen – was und wieviel – ob Sie lieben, schlafen oder sprechen, womöglich was und mit wem, „la bete“ wird alles wissen. Ja, es mag der Tag kommen, an dem es ihm gelingt, Ihre Gedanken zu lesen und diese womöglich zu beeinflussen. In der Offenbarung Johannes 13/16,17 heißt es: „Und es bewirkt, dass sie allesamt, die Kleinen und die Grossen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte ein Zeichen an die rechte Hand oder an die Stirn machen und es bewirkt, dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich das Zeichen desTieres (in der engl. Übersetzung „the beast“), oder die Zahl seines Namens.“ Die Hopi Indianer in Nordarizona haben eine Prophezeiung, die sagt: „Keiner wird kaufen oder verkaufen können, wenn er nicht das Zeichen des Bären hat. Wenn dieses Zeichen zu sehen sein wird, dann kommt der dritte grosse Krieg.“ Gehen Sie in ein Einkaufszentrum und sie werden die Krallen des Bären bereits auf jedem Stück, das Sie kaufen, vorfinden.

1200 etwa -Als das Schießpulver noch nicht erfunden war, wurden belagerte Burgen oder Städte mit den sogenannten "Bliden" beschossen. Es waren dies Schleudern, die Steinkugeln roh behauen, mit einem Gewicht von 30 bis 80 kg die mit Hilfe dieser Wurfgeräte gegen die Festungsmauer oder in die Stadt schleuderten und ziemliche Verwüstungen anrichten konnten. Die Schussgenauigkeit dieser Bliden war außerordentlich gut, wenn man einen ausgebildeten Blidenmeister (Ballistarius) hatte, der ja nach dem Gewicht der Geschosse die Schleuder jeweils einstellen mußte. Auch wurden damit Aas und Kot in die Stadt geschleudert, um Brunnen zu vergiften und Seuchen auszulösen. Auch wurden mit geworfenen Brandsätzen Häuser in Brand gesteckt. Die Verwendung der Bliden hielt sich noch gut hundert Jahre nach der Erfindung der Kanonen, da sie ja ein wesentlich billigeres Kriegsmaterial waren.

Wer erfand eigentlich die Blue Jeans? In Buttenheim in Oberfranken wurde dem Besitzer des Hausierhandels Hirsch Strauss und seiner Frau Rebecca am 26.2.1829 der Sohn Levi Strauss geboren, der nach dem Tod des Vaters im Jahre 1847 mit Mutter und Stiefschwester nach Amerika auswanderte. Im Februar 1850 traf er auf den Goldfeldern Kaliforniens ein, um dort seine mitgeführten Drillichstoffe für Zelte und Wagenplanen zu verkaufen. Als er sah, dass die Hosen der Digger nach kürzester Zeit kaputt gingen, begann er aus den mitgeführten Stoffen Hosen zu erzeugen. Anfänglich „Pantaloons“ genannt, bekamen sie sehr bald den Namen „Levis“. Es kamen Gesäßtaschen dazu, dann Gürtelschlaufen und als man merkte, dass die Taschen leicht einrissen, erfand man die metallenen Nieten. Levi Strauss starb kinderlos am 26.9.1902 in San Francisco als vielfacher Millionär und hinterließ seine Firma, die nur vierzig Angestellte hatte, den Kindern seiner Schwester. Der Konzern hat heute etwa 40.000 Mitarbeiter und man schätzt, dass bis heute weit über eine Milliarde Jeans erzeugt wurden.

Jakob Böhme, 1575 – 1624, einer der großen deutschen Philosophen des Mittelalters, war Schuhmachermeister in Görlitz. Er schrieb eine große Anzahl von Bücher und wurde von seinenFreunden (Ärzte, Adelige und Wissenschaftler) „Philosophus Teutonicus“ genannt. Er war immer auf der Suche nach dem Ursprung des Seins. Bedeutende Denker wurden von ihm beeinflusst: Von Isaak Newton, Angelus Silesius, Lichtenberg bis Goethe über Novalis, Hegel und Schelling. Ebenso, wie in Gott „Gut und Böse“ vereint sind, stellt sich dies, so Böhme, auch in Gottes Ebenbild dem Menschen dar.
Was nicht sehr bekannt sein dürfte ist, dass zur Zeit der Segelschiffahrt bei größeren Reisen ein Bordastrologe mitgenommen wurde, der den jeweils günstigsten Zeitpunkt für ein Manöver errechnete. Columbus hatte dies nicht nötig, er verstand genug von Astrologie, um diese Zeiten selbst festzulegen. So stach er laut Bordbuch am 3.8.1492 um 8.00h LMT (7.22h GT) von der vor Palos gelegenen Saltesbank in See. Vermutlich hatte es ihm das Sextil zwischen Merkur (Herr von 1 und 10) und Venus (Herr von 2 und 9) angetan. Was er nicht wissen konnte, das Abfahrtshoroskop hatte den Neptun im 4.Haus (das unbekannte Land) und ein fast exaktes Trigon des Uranus von Spitze 5 zum Ascendenten (die plötzlicheÜberraschung).

6.5.1840, in England erscheint die erste Briefmarke. Wert: Ein Penny

Im Altertum pflegten sich reiche Leute einen geschliffenen Beryll vor die Augen zu halten, um Kleingeschriebenes zu lesen, da dieser das Schriftbild vergrößerte. Erst gegen 1100 begann man Glas zu schleifen, um damit Brillen herzustellen, die als Zwicker auf die Nase gesetzt wurden. Sehr viel später wurde dann der Ohrenbügel erfunden und damit der Brille unser heutiges Aussehen gegeben. Das Wort Brille leitet sich vom Beryll ab. Ein Trick, wenn sie einmal in einem Restaurant sitzen, ihre Brille zuhause vergessen haben und die Speisekarte nicht lesen können: Nehmen sie ein Blatt Papier, bohren sie mit einer Nadel ein winziges Loch hindurch und halten sie dieses Blatt ganz nahe an Ihr Auge, so dass es die Wimpern berührt. Nun halten Sie die Speisekarte etwa 2cm vor das Loch und sie werden lesen können.

Giordano Bruno, einer der größten Philosophen seiner Zeit wurde 1548 in Nola bei Neapel geboren. Er trat dort in den Dominikanerorden ein, als er sich jedoch durch das Lesen der verbotenen Schriften des Erasmus von Rotterdam verdächtig machte, begann er seine Wanderschaft durch Europa, nach Genf, Paris, London, Prag, Frankfurt. Sein Denken, stark beeinflusst von Plato, Hermes Trismegistos und Kopernikus führte ihn zu der Erkenntnis, dass das Weltall unendlich sei und keinen Mittelpunkt habe, ja der sei jeweils dort, wo man sich gerade befinde. Seine Schriften: "De l’infinito,universe e mondi" (Vom Unendlichen, dem Universum und den Welten) und "De la causa, principio e uno" (Von der Ursache,dem Prinzip und dem Einem) sind voll tiefer Weisheit, aber auch Humor. Auf dem Weg zu einem Lehrstuhl in Padua wird er am 22.5.1593 von der Inquisition in Venedig festgenommen und nach Rom geliefert. Nach sieben Jahren Kerkerhaft und Folter wird ihm am 8.2.1600 das Urteil gesprochen: Tod am Scheiterhaufen. Berühmt ist sein Satz nach der Urteilsverkündung zu den Richtern: „Mit mehr Angst verkündet Ihr das Urteil, als ich es empfange.“ Er wird am 17.2.1600 verbrannt. Eine Ohrfeige erhielt der Vatikan von der römischen Stadtverwaltung, diese ließ 1889 auf dem Platz seiner Hinrichtung, dem Campo de fiori ein Giordano-Bruno-Denkmal errichten. nach der Urteilsverkündung zu den Richtern: „Mit mehr Angst verkündet Ihr das Urteil, als ich es empfange.“ Er wird am 17.2.1600 verbrannt. Eine Ohrfeige erhielt der Vatikan von der römischen Stadtverwaltung, diese ließ 1889 auf dem Platz seiner Hinrichtung, dem Campo de fiori ein Giordano-Bruno-Denkmal errichten. 

Etwa 300 Jahre nach der Erfindung des Buchdrucks war dieser in der Islamischen Welt noch immer verboten. Grund hierfür war die Tatsache, dass es nur ein einziges Buch gab und das war der Koran. Dieser aber durfte nur von eigens dafür autorisierten Schreibern vervielfältigt werden.

Wilhelm Busch, 15.4.1832, 05.21h UT in Wiedensahl, 09.44E, 52.22N.
Seine beiden „Söhne“ Max und Moritz, die 1865 zur Welt kamen, waren unser großes Vorbild, denn sie taten all das, was wir nicht durften. 


Buchstabe C


Wer in Wien kannte nicht das Cafe’ Hawelka? Abends, wenn wir unsere Buchhandlung zugesperrt hatten, gingen wir immer auf einen kleinen Braunen dort hinüber, trafen dort eine Menge Freunde, bevor wir dann zum Jazz Freddy gingen. Josefine Hawelka und ihr Mann Leopold eröffneten ihr Kaffeehaus im ersten Bezirk 1936 und bald war es ein Treffpunkt der Wiener Kulturszene. Jeder kannte sie, jeden kannte sie und rückte ihm einen passenden Stuhl zurecht. Und ihre Buchteln waren einfach ein Gedicht! Josefine Hawelka starb am 22.3.2005, 91-Jährig, an Herzversagen. Vier Tage vorher stand sie noch im Geschäft. Wien ist ärmer geworden.

Heinrich IV. erscheint am 25.1.1077 in Canossa im Bußgewand vor Papst Gregor VII. Vorangegangen war der Investiturstreit, da der Papst einen anderen Bischof für Mailand wie der König wünschte, was so weit führte, dass der König den Papst aufforderte, zurückzutreten. Der Papst erklärte hierauf den Kaiser für abgesetzt und exkommuniziert, ein Vorgang, der, wie ein Zeitgenosse schrieb, die Erde erzittern ließ. Heinrich IV. erschien nun vor dem Papst, der sich in Canossa aufhielt, als reuiger Büßer, dem Papst blieb nichts anderes über, als den König wieder in die Kirchengemeinde aufzunehmen, wodurch dessen Macht wiederhergestellt wurde. Sprichwörtlich bedeutet heute ein Gang nach Canossa eine ungewünschte Selbsterniederung auf sich zu nehmen, weil die Umstände es erfordern. 

In taberna quando sumus

Bibit hera, bibit herus, bibit pauper et egrotus,
bibit miles, bibit clerus, bibit exul et ignotus,
bibit ille, bibit illa, bibit puer, bibit canus,
bibit servus cum ancilla, bibit presul et decanus,
bibit velox, bibit piger, bibit soror, bibit frater,
bibit albus, bibit niger, bibit anus, bibit mater,
bibit constans, bibit vagus, bibit ista, bibit ille,
bibit rudis, bibit magnus bibit centum, bibit mille.

aus der "Carmina Burana"

Wenn wir in der Schenke sitzen

Trinkt die Herrin und der Herr, der Arme und der Kranke,
trinkt der Ritter und der Pfaffe, der Verfluchte und der Unbekannte,
dieser trinkt und jene, der Knabe und der Kahle,
der Knecht auch mit der Magd, der Bischof, der Dekan,
der Schnelle und der Faule, die Schwester und der Bruder,
der Blonde und der Schwarze, der Ahne und die Mutter,
wer sesshaft und wer fahrend, jene trinkt und jener,
der Dummkopf und der Weise, hundert trinken oder tausend.

Möglich wäre es, dass wir uns in dieser Schenke begegnen.

  0300vC -Athen, Carthago, Rom und Syrakus waren wohl um diese Zeit die vier größten Städte in Europa. Die Vorherrschaft Carthagos im Mittelmeer war Rom ein Dorn im Auge. Also kam es 265vC zum ersten, der sogenannten punischen Kriege, von Rom gegen Carthago, der immerhin 24 Jahre dauern sollte, bis Rom gesiegt hatte. Der zweite begann 219vC. und dauerte 18 Jahre. Cato war es wohl, der jede seiner Reden im Senat mit den Worten schloß: "Ceterum censeo, Carthaginem esse delendam" (im übrigen meine ich, daß Carthago zerstört gehört). Damit löste er den dritten punischen Krieg 149vC aus. Der dauerte zwei Jahre und danach wurde Carthago dem Erdboden gleich gemacht, ja sogar Salz über den Ort gestreut, damit nie wieder etwas wachsen werde. Carthago führte also drei Kriege, nach dem ersten war es noch bewohnbar, nach dem zweiten noch vorhanden, nach dem dritten nicht mehr.

25.4.1986, 21.23 h UT, Chernobyl, 51.17N, 30.15E. Durch Versagen des Kühlsystems kommt es zum Schmelzen des Reaktorkerns, die Folge ist das Freiwerden ungeheurer radioaktiver Strahlung, die sogar in Europa noch messbar ist. Es kommt bei der Bevölkerung im Umkreis von hunderten Kilometern zu einer um 30% erhöhten Krebssterblichkeit und wie erst jetzt festgestellt wurde, zu einer heute noch erhöhten Zahl an Missgeburten. Mit internationaler Hilfe wird der Reaktor mit einem Betonmantel umkleidet, der allerdings schon wieder brüchig sein soll.

Die Chinesische Mauer. Sie beginnt beim Gelben Meer nordwestlich von Korea und endet in der Nähe der Wüste Gobi, darum nennt man sie in China auch der große Drache, der seinen Kopf ins Wasser steckt und seinen Schwanz in den Sand. Sie wurde in vielen zeitlichen Etappen gebaut, der Beginn liegt etwa 700 v.Zw.. der letzte Abschnitt etwa 1700 n.Zw. Gedacht war sie als Wall zur Abwehr, der immer wieder von Norden her eindringenden Steppenvölker -Mongolen, Hunnen, Turkmenen, die in ihrer Welt bloß Steppen hatten und sich in China Glück und Reichtum erhofften. Die Mauer war in ihrem Endstadium etwa 10.000km lang, 8m hoch und 5 bis 6m breit. Alle paar hundert Meter war ein stark befestigter Wachturm, der mit Armbrustschützen besetzt war. Von diesen Türmen wurde mit bestimmten Rauchsignalen – nachts mit Feuer – die Anzahl herannahender Feinde an die nächsten Türme weitergegeben. Die Anzahl der Wachtürme entlang der ganzen Mauer war etwa 25.000. Das Baumaterial wurde den örtlichen Gegebenheiten entnommen, so baute man in den Ebenen mit Lehm und Ziegeln, im Gebirge – die Mauer führt über 1000m hohe Berge – aus Stein. Zeitweise wurde jeder Mann in China dazu verpflichtet 1Jahr Dienst an der Mauer zu tun, als Arbeiter oder als Soldat. Auch wurden innerhalb der Mauer sogenannte Wehrbauern angesiedelt, die bei einem Angriff als Soldat Dienst machen mussten In China gab es bei schweren Vergehen die Strafe „an die Mauer“ in zwei Formen, entweder lebenslänglich oder ewig, ersteres hieß Arbeit bis zum Tod, das zweite hieß, dass nach dem Tod des Deliquenten seine Brüder, seine Neffen, Söhne und andere Verwandte, ja manchmal sogar Nachbarn die Arbeit fortsetzen mussten. Man schätzt, dass der Mauerbau etwa eine Million Menschenleben kostete.

Capitain Cook landet am 29.4.1770 abends (18.00 LMT = 7.52 UT) in der Gegend des heutigen Sydney (33.52S, 151.13E) und nimmt das Land, das er betritt, für die Britische Krone in Besitz. Die weiß allerdings nichts Besseres, als dorthin ihre Strafgefangenen auszusiedeln.
Die ersten Europäer dort entdeckten ein Tier, das auf den Hinterbeinen hüpfte und versuchten von den Eingeborenen, mit Hilfe der Gebärdensprache, dessen Namen zu erfahren. Sie erfuhren „Kanguruh“. Später dann, nachdem man die Sprache der Aborigines (etwa 300.000 im ganzen Land) erlernt hatte, entdeckte man, was „ken gu ruh“ bedeutet. Nämlich: „Wir verstehen euch nicht!“.   

1876, Niederlage einer amerikanischen Kavallerietruppe am Little Big Horn River durch Indianer. 260 Amerikaner sterben im Pfeilhagel der Siouxkrieger, unter der Anführung ihres Häuptlings Crazy Horse.

Buchstabe D


Dalai Lama, 6.7.1935, 02.26 h UT in Taktser (101.58E/36.20N). Das geistige Oberhaupt Tibets musste im März 1959, als China sein Land besetzte, dieses verlassen und lebt seitdem im Exil in Indien.

  1522 Als man nach Ende der ersten Weltumsegelung, die Magellan begonnen hatte, das peinlich genau geführte Logbuch der „Viktoria“ untersuchte, stellte man zur Bestürzung des Kapitäns fest, dass darin ein Tag fehlte. Sehr bald fand man jedoch heraus, dass bei der Umrundung der Erde die Datumsgrenze überschritten wurde und in diesem Fall nach Westen ein Tag verloren gehen musste. Offiziell wurde die Datumsgrenze erst 1845 mit 180°E/W festgelegt.

1941, am 1.9., erscheint in Deutschland die Verordnung, dass Juden ab 19.9. auf der linken Brustseite deutlich sichtbar den gelben Davidstern zu tragen hätten.

Deklination ist der Winkelabstand eines Himmelskörpers vom Himmelsäquator und eine der beiden Himmelskoordinaten für die Angabe der Position eines Himmelskörpers. Vergleichbar etwa mit der geographischen Breite auf der Erde. Die andere Koordinate ist die Rektaszension.   

460v.C. Er schilderte, wie die seienden Dinge sich ewig im Leeren bewegten. Es gebe unbeschränkt viele Welten, und zwar von unterschiedlicher Ausdehnung. In manchen gebe es weder Sonne noch Mond, in manchen größere, in manchen mehr Sonnen und Monde als bei uns. Die Räume zwischen den Welten seien ungleich, es gebe hier mehr, dort weniger Welten und die einen seien noch im Wachstum begriffen, andere seien in der Blüte ihres Lebens, wieder andere seien im Schwinden; an einer Stelle entstünden welche, an anderer hörten sie auf zu sein. Wenn sie aufeinanderstießen würden sie vernichtet. Es gebe einige Welten in denen überhaupt keine Lebewesen vorkämen und überhaupt keine Feuchtigkeit. Demokrit von Abdera.

1797 -Wenig bekannt dürfte sein, daß die Deutsche Nationalhymne in Österreich entstanden ist. Von Joseph Haydn (1732-1809) komponiert, im Wiener Burgtheater am 12.2.1797 zum ersten Mal gespielt, mit dem Text "Gott erhalte Franz den Kaiser" und mit wechselndem Text bis 1938 immer die Österreichische Nationalhymne geblieben, der letzte Text war:"Sei gesegnet ohne Ende Heimaterde ...". Auch die EU Hymne entstand in Österreich. Beethoven schrieb diese Melodie in Baden bei Wien. Am wenigsten bekannt dürfte jedoch sein, daß auch die Melodie der französischen Nationalhymne,der "Marseillaise", von einem Österreicher stammt. Von Ignaz Pleyel (1757-1831) einem Schüler Haydns, der ein Freund des Dichters der Hymne Rouget l´Isle war.

Unser Dezimalsystem wurde ursprünglich in Indien begonnen. Das Wann und Wo ist nicht bekannt. Es bestand ursprünglich aus 9 Ziffern, an Stelle der Null setzte man das indische Wort „shunya“, welches Leere bedeutet. Wollte man also die Zahl 307 schreiben, dann sah dies in Indien so aus: 3 shunya 7. Es war dies wichtig, um allen Ziffern in einer Zahl den richtigen Stellenwert zu geben. Nachdem die Araber dieses Zahlensystem kennen gelernt hatten, wobei sie für die Null einen leeren Kreis verwendeten, kam es über das von Arabern besetzte Südspanien etwa im 10. Jahrhundert nach Europa. Es dauerte jedoch noch einige Jahrhunderte, bis es das hier gebräuchliche römische Zahlensystem abgelöst hatte.   

Das Diabolo wurde vor etwa 4.000 Jahren in China erfunden und vor allem von Frauen vorgeführt, um ihre Geschmeidigkeit zu zeigen. Erst vor etwa 200 Jahren wurde es von Weltreisenden aus China mitgebracht und war alsogleich das Modespiel der französischen Aristokratie, bis es etwa 100 Jahre später in Europa ein Kinderspiel, vor allem für Mädchen wurde. Der Name hat mit dem italienischen Wort für „Teufel“ nichts zu tun, er kommt von dem griechischen „dia ballare“ = hinüberwerfen.

Elena Lucretia Cornaro Piscopia, geb. in Venedig am 5.6.1646, erhält als erste Frau der Welt in Venedig ein Doktorat (der Philosphie). Sie starb in Venedig am 26.7.1684.

Die Doors waren in den späten 60iger Jahren d i e Kultband der Rockszene. Ihr Kopf war Jim Morrison (8.12.1943, 15.55 UT, Melbourne/FL/USA, 80.37W, 28.05N). Sein Vater war amerikanischer Admiral. Morrison war begeisterter Leser von Freud, Nietzsche, Sartre, Baudelaire und Ginsberg. Bei einem Treffen mit seinem alten Studienkollegen Ray Manzarek beschloß man eine Band zu gründen. Morrison machte die Texte und den Song, Manzarek das Keybord und dazu kamen Robbie Krieger, Gitarre, und John Densmore, Schlagzeug. Morrison, der viel mit Cannabis und LSD experimentiert hatte, gab der Band den Namen: „There are things known and things unknown and between are the doors.“ Ihre Art der Musik eroberte in Kürze die Jugend und die Top-Plätze der Hitparaden, einzelne Lieder, die nicht ganz stubenrein waren, wurden von den Radiostationen jedoch nicht gesendet.Morrison, der sich nun dem Alkohol zuwandte, legte es darauf an, die Öffentlichkeit zu brüskieren. Er starb am 3.7.1971 in Paris an Herzversagen in der Badewanne. Einige Versuche der restlichen drei Bandmitglieder die Doors fortzuführen gelangen nicht, es fehlte der Frontmann.   

In Dresden lebten 1945 etwa 500.000 Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder. Hinzu kamen noch einmal 30.000 kriegsgefangene Soldaten und etwa 600.000 Flüchtlinge aus Schlesien, die vor der heranrückenden Roten Armee geflüchtet waren. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar wurde bei einem Bombenangriff der Alliierten fast die gesamte Innenstadt zerstört.
Die aus alliierter Sicht äußerst erfolgreiche Operation verlief in insgesamt vier Angriffswellen: Gegen 21.50 Uhr (alle Zeiten MEZ) erreichten 244 britische Lancaster-Bomber die Innenstadt. Zuerst wurden Leuchtbomben abgeworfen, um die Angriffsziele für die nachfolgenden Verbände zu markieren. Nachdem weder Flak-Feuer noch deutsche Flugzeuge der Wehrmacht zu bemerken waren, begannen die britischen Bomber gegen 22.10 Uhr mit dem Abwurf ihrer Bomben. Gegen 22.30 Uhr stand die komplette Innenstadt in Flammen.
 Etwa drei Stunden nach dem ersten Angriff befanden sich die Rettungsmaßnahmen auf dem Höhepunkt. Dies war der Beginn der zweiten Angriffswelle. Zwischen 1.23 Uhr bis 1.54 Uhr attackierten insgesamt 529 Lancaster-Bomber der britischen Royal Air Force hauptsächlich die äußeren Stadtteile von Dresden. Dadurch konnten die Rettungsmaßnahmen sehr erfolgreich gestört werden. Alles in allem hatten die britischen Bomber bisher 200.000 Sprengbomben und 650.000 Brandbomben mit einem Gewicht von mehr als 2.600 Tonnen abgeworfen. Am Morgen des 14. Februar begann die dritte Angriffswelle. Dabei warfen 311 B-17-Bomber der US Air Force etwa 780 Tonnen Bomben ab. Auffällig waren hierbei auch die etwa 70 Jäger vom Typ P-51, die mit ihren Maschinengewehren auf Menschengruppen schossen, die sich im Grossen Garten und auf den Ausfallstraßen ansammelten. In den Mittagsstunden des 15. Februar vollenden weitere 200 amerikanische B-17-Bomber die Operation und warfen noch einmal 440 Tonnen Bomben ab. Nach einer Angabe des Roten Kreuzes 1946 starben damals in Dresden 275.000 Menschen.
 Da sich in Dresden weder militärische noch Industrieanlagen befanden wird heute noch in alliierten Kreisen über den taktischen Grund für das Bombardement von Dresden gerätselt. Dies führt letztendlich immer zu dem Begriff „Terror gegen die Zivilbevölkerung“.
 
Großer Meteorstrom : Drioniden, Höhepunkt 22.10.2006

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