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Die zwei Leben des Christopher Reeve

Von Brigitte Hamann


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Geburtsdaten: Christoper Reeve 25.09.1952, 7:30 GMT, New York, USNY - Aszendent 22 Grad 35 Löwe, MC 15 Grad 01 Stier - Die Überprüfung der Geburtszeit ergab keine signifikante Abweichung.

"In gewisser Weise ist jeder Mensch ein Künstler mit dem Auftrag, sein Leben zu entwerfen." Frances E. Vaughn

Immer noch ich
„Immer noch ich“ betitelte Christopher Reeve seine Autobiografie, mit der er viele Leidensgefährten, die wie er querschnittsgelähmt sind, davor bewahrte, aufzugeben. Schon immer war er ein leidenschaftlicher Reiter gewesen und ein Sturz war etwas, womit man immer zu rechnen hatte. Doch im Mai 1995 scheute sein Pferd vor einem Hindernis. Reeve stürzte kopfüber aus dem Sattel und seine Halswirbelsäule brach am ersten und zweiten Wirbel durch. Die Ärzte waren sich einig: Der Sportfan würde ein Leben lang auf Maschinen angewiesen sein – zum Essen, Atmen, Fortbewegen. Eine Verbesserung seines Zustandes oder gar eine Heilung schlossen die Mediziner völlig aus.

Ein Leben voller künstlerischer, geistiger und sportlicher Aktivitäten und beruflichem Erfolg war zu Ende. Schon als Kind hatte er das Theater geliebt, trat in Schulaufführungen auf, lernte Klavier spielen. Später, an der Princeton Day School, wurde er Präsident des Drama Clubs, war im Schulorchester, sang im Schulchor und spielte im Eishockeyteam. „Während ich aufwuchs“, erinnert er sich, „fragte ich mich niemals "Wer bin ich?" oder "Was tue ich da?". Von Anfang an war das Theater wie ein Zuhause für mich. Es schien das zu sein, was ich am besten konnte. Ich habe niemals daran gezweifelt, dass ich dort hin gehöre.“ Neben seinem Musik- und Englischstudium arbeitete er auch in England und Frankreich als professioneller Schauspieler.

Superman
1978 erhielt er die Rolle des Superman, die von nun an eine Art Markenzeichen für ihn wurde. Er stellte Superman als jemanden dar, den „wir zu uns nach Hause zum Abendessen einladen und den wir unseren Eltern vorstellen würden“. Durch ihn wurde Superman ein glaubwürdiger Held mit Herz und Verstand: „Was Superman zu einem echten Helden macht ist nicht, dass er Kraft und Macht besitzt sondern dass er über die Weisheit und Reife verfügt, diese Macht weise einzusetzen“. Er beteiligte sich an zahlreichen Wohltätigkeitsprojekten und Projekten, die sich mit Kunst, Umwelt, Kindern und den Menschenrechten befassten wie Amnesty International und die Lindbergh Foundation.

Er trat in 17 Spielfilmen und in etwa 150 Theaterstücken auf, drehte ein Dutzend TV-Filme, war Gast oder Moderator zahlreicher Dokumentationen und TV-Sondersendungen. Sein bestechend gutes Aussehen und seine Größe von 1 Meter 93 prädestinierten ihn für die Rolle des klassischen Helden, doch Reeve suchte immer wieder auch die Herausforderung ganz anderer Rollen: Er spielte Schwule, stellte sozial nicht Integrierte, und Übelgesinnte dar. Seine Freizeitaktivitäten verfolgte er mit der selben Hingabe und Präzision wie seine Arbeit: Er war ein ausgezeichneter Athlet, der seine eigenen Stunts drehte und liebte alle Sportarten, die es ihm ermöglichten im Freien zu sein. Er war ein ausgezeichneter Musiker, erwarb den Pilotenschein und flog zweimal allein in einem kleinen Flugzeug über den Atlantik. Er liebte Paragliding, war ein erfahrener Segler, Taucher und Skiläufer. „Ich versuche, stets der Beste zu sein“ sagte er, denn er sei Perfektionist. Was immer er tat, er tat es aus vollem Herzen, mit ganzer Überzeugung und dem festen Willen nicht nur etwas, sondern das denkbar Beste zu tun. Diese Willensstärke half ihm auch, durchzuhalten und die Hoffnung auf Heilung nicht aufzugeben. Mit inneren Kräften, die uns an Superman erinnern, überwand er seinen ersten Impuls zum Selbstmord und begann ein jahrelanges Training. Zu seinem 50. Geburtstag am 25.9.2002, so sagte er, wolle er wieder gehen können. Doch dieser Traum war nicht erfüllbar. Seine von Ärzten kategorisch als unmöglich eingestuften Fortschritte brachten ihn in diesem Jahr wieder vermehrt in die Presse und ins Fernsehen: Mittlerweile kann Reeve anderthalb Stunden ohne Beatmungsgerät auskommen, einzelne Finger und Zehen bewegen, zwischen heiß und kalt, spitz und stumpf unterscheiden und fühlt Berührungen. Die Ärzte bezeichnen es als Wunder.

Was gab und gibt Christopher Reeve die Motivation und Kraft, ein so reiches Leben der Kontraste zu führen, das so manchem erscheinen muss, als hätte sein Tag 48 Stunden? Was gab und gibt ihm heute noch die Stärke, die Hoffnung auf Heilung nicht aufzugeben und sogar die Bush-Regierung zu verklagen, weil sie aus Rücksicht auf religiöse Gegner die Stammzellenforschung nicht genügend unterstützt habe, die Hilfe für Querschnittsgelähmte in Aussicht stellt? Und was macht ihn zu der charismatischen Figur, die durch die eigenständige Interpretation der Rolle des Superman zum Prototyp des sympathischen, menschliche Nähe erweckenden
Helden wurde?

IC und MC – Tiefste Motivation und Zielvision
Mit eindringlicher Deutlichkeit spiegelt die IC/MC-Achse - gedeutet nach dem IC/MC-Modell der Entwicklungsorientierten Astrologie - den Lebensweg und die zwei Leben des Christopher Reeve. Die Zeichenkombination Skorpion/Stier an dieser Achse weist darauf hin, dass seine Persönlichkeit und sein Entwicklungsmuster um die Themen „Geist und Körper“, „leistungsorientierte Vorstellungen (Skorpion) und Wohlbefinden, Entspannung und angenehmes Zusammensein mit anderen (Stier)“ kreist. Das dynamische Wechselspiel beider Pole fordert ihn immer wieder heraus, beides zu wollen und so miteinander zu vereinen, dass eine lebbare, konstruktive und erfüllende Synthese aus beidem entsteht – sein Lebensziel. Von seiner inneren Motivation her ist er auf Leistung ausgerichtet, auf das Erfüllen hochgesteckter Ziele, auf das Ideale und Vollkommene (Skorpion am IC). Dieses tiefe Bedürfnis erfüllt er im Beruf, in seiner Freizeitgestaltung und im Familienleben. Was immer er tut, er tut es mit absoluter Hingabe, vollem Einsatz und dem Wunsch besser, der Beste zu sein. Dieses Verlangen ist auch Teil seiner instinktiven Veranlagung, denn Pluto steht als Herrscher des 4. Hauses am Aszendenten. Mars als alter Herrscher des Skorpion zeigt durch seine Position im 5. Haus, dass er diesem Bedürfnis auch unmittelbaren Ausdruck in seinem Handeln verleihen möchte (Herrscher von Haus 4 in Haus 5). Die Konjunktion des Mars zum Mond im Schützen als Herrscher des 12. Hauses beschreibt zwei Bedürfnisse, die im konkreten Handeln und Selbstausdruck (5. Haus) verwirklicht werden: Konkurrenzorientierung und sportlicher Wettbewerb (Mond/Mars: „der Beste gewinnt“) und der Wunsch (Mond), auf der großen, gesellschaftlichen Bühne des Lebens aufzutreten und bekannt zu werden (Mond kommt aus dem 12. Haus).

Später, in seinem zweiten Leben, verwandelt sich die Mond/Mars-Konjunktion in den Kampf um das Wiedergewinnen der vitalen Lebenskräfte, durch die wir das tun können (5. Haus), was wir uns aus tiefstem Herzen wünschen (4. Haus), und in den Kampf gegen die herrschenden Ungerechtigkeiten und sozialen Missstände, denen ein engagierter, auf die Verbesserung und Optimierung bestehender Verhältnisse ausgerichteter Schütze-Mond gegenüber treten will.

Die Zielvision des Christopher Reeve liegt im Stier-MC. Stier – ein gesundes Verhältnis zum Körper entwickeln, seinen Bedürfnissen und Grenzen Rechnung tragen, und die Sehnsucht nach einem Kreis von Menschen, die einem wirklich wohl tun, sind Eigenschaften und Lebensumstände, die ihm helfen, den massiven Leistungsantrieb seines IC auszubalancieren. Venus im 3. Haus als Herrscherin des 10. Hauses zeigt, dass es dabei um harmonische Kommunikation, aber auch um eine Demonstration körperlicher Fähigkeiten geht (z. B. das Drehen von Stunts, aber auch die Liebe zu allen Formen der physischen Bewegung z. B. im Sport, und um körperliche Selbstdarstellung, z. B. als Schauspieler). Später wird Venus, die in Konjunktion mit Saturn und Neptun steht, zur sichtbaren Demonstration der körperlichen Schwäche (nach Ebertin ist Saturn/Neptun die große Krankheits- und Schwächeachse) und des Bedürfnisses, für die eigene materielle und körperliche Sicherheit und für die anderer Menschen zu sorgen (Stier am MC).

Deutungen im Detail
Die IC/MC-Achse von Christopher Reeve liegt auf 15 Grad Stier/Skorpion, einem speziellen Grad auf dem Tierkreis, der von 14-16 Grad der beiden Zeichen reicht und den Inhalt Venus/Pluto repräsentiert[1]: Die charismatische Persönlichkeit, der Mensch mit Ausstrahlung, den man nur mögen oder ablehnen kann, der einen aber nicht kalt lässt. Menschen mit Venus/Pluto-Verbindungen im Horoskop zwingen andere allein durch ihre Präsenz dazu, Stellung zu beziehen. Wie kein anderer sind sie in der Lage, einen Prototyp (Pluto) zu verkörpern, der sich durch seine plakativen Eigenschaften einprägt (Superman). Doch noch andere Inhalte finden sich in dieser Konstellation: Die elementare, ja unbeugsame innere Kraft und Willensstärke, die Fähigkeit nicht nur überzeugt sondern sich dessen, was man anstrebt, gewiss zu sein, der Wille, der auf das Große, das Absolute, das Perfekte gerichtet ist (Skorpion) steht auf 15 Grad in der größtmöglichen Spannung zu den gegensätzlichen Eigenschaften des Stieres, dem es um Wohlleben, Genuss, Sicherheit und Gemeinschaft geht. Eine Form der Synthese aus beiden Polen ist, Lustgewinn aus körperlichen Aktivitäten zu ziehen, indem man sie bis zur Perfektion ausübt.

Das IC – Die innere Berufung
Mars, der alte Herrscher des Skorpions, der die persönlicheren und den Alltag eines Menschen besser beschreibenden Aussagen liefert als der extrem langsam laufende Pluto, steht an der Spitze des 5. Hauses in Konjunktion mit dem Mond (siehe auch weiter oben) und weist darauf hin, dass der innere Antrieb, die innere Berufung (IC bzw. 4. Haus) von Christopher Reeve auf aktiven, kreativen lebendigen Selbstausdruck (5. Haus) gerichtet ist. Das Theater findet sich hier wieder, die vielen Freizeitaktivitäten (5. Haus – Hobbys), der Wunsch danach, gesellschafts- und zeitgeistbezügliche Themen zu vertreten (der in Konjunktion mit Mars stehende Mond kommt aus dem 12. Haus), aber auch der Wunsch, selbst auf der gesellschaftlichen Bühne in Erscheinung zu treten (12. Haus). Die Mond/Mars-Konjunktion, die eine stark wettbewerbsorientierte Sicht der Welt beschreibt, hinter der sich auch Versagensängste verbergen mögen, wird durch das IC massiv verstärkt (Skorpion-IC und speziell auf 15 Grad: die eigene Identität wird aus der persönlichen Leistung geschöpft) Der Mond hat einen Spiegelpunkt zum Uranus (Mond auf 12 Grad 42 Schütze spiegelt in 18 Grad Krebs, der Position von Uranus) und weist damit auch auf den Willen zum Außergewöhnlichen hin, darauf, sich nicht unterzuordnen, z. B. auch dann nicht, wenn Ärzte, die Autoritäten darstellen, eine einhellige Meinung vertreten. Da Uranus Herrscher des 7. Hauses ist und im 11. steht, findet sich auch hier das rebellische Denken und die Absicht, sich gesellschaftlich durch ungewöhnliche Leistungen zu profilieren (11. Haus).

Das Thema Leistung, der Drang nach Vollkommenheit, zieht sich wie ein roter Faden durch Christopher Reeves Leben, denn er ist in dem Haus angelegt, das die Wurzel seines Lebens beschreibt: dem 4. Haus, dem Haus, aus dem wir unsere seelische Kraft beziehen, das Haus, das unsere tiefsten Lebensmotive widerspiegelt, die sich in der Welt in Form unseres Lebensablaufes manifestieren. Im 4. Haus treffen wir – meist unbewusst – die Entscheidungen darüber, wie unser Leben verlaufen soll und wer wir selbst sind. Aus spiritueller Sicht sind wir ins Leben getreten um die Absicht des IC mit Hilfe all der anderen Faktoren des Horoskops zu verwirklichen, die die weiteren Rahmenbedingungen unseres Lebens umreißen. Entwicklung bedeutet, ungeeignete Strategien oder solche, die nicht mehr geeignet sind, um diese Absicht zu realisieren, durch sinnvolle zu ersetzen, ein Vorgang, der nur durch Einsicht und Erkenntnis möglich ist.

Pluto als Herrscher des 4. Hauses steht in exakter Konjunktion mit dem Aszendenten und hat damit eine sehr starke Stellung. Seine Intentionen werden durch das Quadrat zu Jupiter verstärkt. Wiederum findet sich die Konstellation Mond/Mars, den Pluto verbindet das Krebs- und das Marshaus, das 4. mit dem 1. Die Leistungsmotivation wird zum ursprünglichen, instinktiv angelegten Antrieb, zur selbstverständlichen Reaktion. Pluto am Aszendenten kann enorme Energien mobilisieren – körperliche (Aszendent) und psychische (Pluto ist Herrscher des 4. Hauses). Doch Mond/Mars, vor allem wenn eine zusätzliche Verbindung zu Pluto besteht, trägt auch die Bereitschaft zur Selbstverletzung in sich und eine Neigung, die Welt als eine Arena aufzufassen, in der nur der Bessere und Stärkere siegen kann.

Verlieren wird unbewusst mit Tod gleichgesetzt. Da die Sonne als Herrscherin des 1. Hauses im 2. steht, kann sich diese Kraft - wenn sie sich gegen den Menschen richtet – im Körperlichen auswirken und zu massivem Substanzverlust führen, der potentiell in der IC/MC-Achse durch Venus/Pluto als eine Möglichkeit, diese Thematik zu leben, angelegt ist. Damit Venus/Pluto sich jedoch überhaupt in dieser Form auswirken kann sind zusätzliche Konstellationen, die das Physische betreffen, nötig, zu denen auch die Venus/Saturn/Neptun –Verbindung im 3. Haus, dem Haus der körperlichen Beweglichkeit und Funktionalität gehört (Saturn/Neptun – die Auflösung des Haltes).

Das MC – Die äußere Berufung
Welche Eigenschaften zählen nun zu der äußeren Berufung von Christopher Reeve - zu dem Teil seines Lebensweges, der für andere Menschen und die Gesellschaft am deutlichsten sichtbar wird? Anders als das unter dem Horizont versteckt liegende IC, das die intime Seite des Menschen beschreibt, stellt das MC das dar, was wir für andere repräsentieren und was wir von dem, was wir an Kreativem in uns tragen (IC) zum Leben in Form einer sichtbaren Berufung beitragen können. Darüber hinaus helfen uns die Eigenschaften und Themen des MC dabei uns an unserer Lebenswurzel, dem IC, und davon ausgehend in allen anderen Themen des Horoskops zu entwickeln.

Auch zum MC gehört die Konstellation Venus/Pluto – der Wille und die Fähigkeit durch konsequente Zielsetzungen und Charisma ein Vorbild für andere zu werden, eine Art Leitfigur, die den Menschen das Vertrauen gibt (Jupiter), dass eine Kraft existiert, die uns zu Hilfe eilt wenn wir in Gefahr sind (Superman; Jupiter steht im 10. Haus und ist somit Teil des Lebensthemas), eine Leitfigur, die sie ermutigt, auch in der denkbar schrecklichsten Lebenssituation nicht aufzugeben sondern den Weg weiter zu gehen (Reeve als Vorbild und Hoffnungsträger für Querschnittsgelähmte und Gehandicapte).

Der Herrscher des 10. Hauses, Venus, steht im 3. Haus und weist damit auf die Bühnen- und Vortragskarriere hin. Die Konjunktion zu Neptun und Saturn legt einen sozialen Auftrag nahe, bei dem es um Schwache, Behinderte, gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten Ausgesetzte geht. Reeve nahm die internationale Anteilnahme an seiner Situation zum Anlass, durch Auftritte und Vorträge in der Öffentlichkeit das Interesse auf Wirbelsäulenverletzungen und die Notwendigkeit intensivierter Forschung zu lenken. Er wurde Vorsitzender zweier großer Organisationen, die sich mit Lähmungen und Behinderungen befassen, gründete das Reeve-Irvine Forschungszentrum und kämpfte für Spenden für Betroffene.

Innerer Antrieb und äußere Berufung gehen in Reeves Horoskop eine Verbindung durch den im 10. Haus stehenden Jupiter ein, der das Quadrat zu Pluto als Herrscher des IC bildet. Überzeugend soll und will er wirken, eine Mission will er verfolgen (Jupiter/Pluto), die Bühne des Lebens nicht unbemerkt verlassen (Venus/Pluto, Jupiter/Pluto, Mond/Mars), Löwe-Aszendent). Auch wenn es eine gewagte Hypothese ist könnten wir uns die Frage stellen, ob die soziale Seite von Christopher Reeve, der Wunsch, optimierend und Lebenskonditionen verbessernd zu wirken (Jupiter als Herrscher des 5. Hauses im 10. Haus Quadrat Pluto) sich erst durch diesen Schicksalsschlag im höchsten Sinn verwirklichen konnte. Anders als früher richten sich nun die Augen vieler verzweifelter Mensch auf ihn, für die er Licht in die Dunkelheit bringt und die aus seinem Credo Hoffnung schöpfen:
„Ein Held ist ein normaler Mensch. Einer, der durchhält – trotz aller Hindernisse“.

Fluchtpunkt und Ressource

Das Zeichen Löwe bzw. die Achse Löwe/Wassermann:
Lebenshunger, ein autokratisches Selbstbewusstsein und die Neigung, sich selbst am wichtigsten zu nehmen (Löwe) sind die Gefahren, die verführerisch wie eine Sirene den Menschen mit Stier am MC von seinem Ziel abbringen, das ihm ein gesundes, maßvolles und an einer Gemeinschaft ausgerichtetes Leben nahe legt (Stier) um seinen extremen inneren Antrieb, seinen Leistungswillen, der oft aus Schuldgefühlen heraus entsteht (Skorpion), auszugleichen.

Um den Fluchtpunkt in eine Ressource zu verwandeln, die auf dem Entwicklungsweg unterstützend wirkt, bietet der Wassermann die Fähigkeit, Distanz zu sich selbst zu gewinnen und sich nicht völlig mit seinen Aktivitäten, Wünschen und Zielen zu identifizieren (Löwe). Die Gabe des Wassermanns, eine objektive Haltung zu sich selbst einzunehmen und die Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und beurteilen zu können, lässt die besten Seiten des Löwen hervortreten: Die Bereitschaft sich für das Leben und gegen den Tod (Skorpion/8.Haus) zu entscheiden, die Liebe zum Leben und zu allem Lebendigen, der Mut, eine zentrale Position einzunehmen und die damit einher gehende Verantwortung zu tragen. Nur so ist es z. B. möglich, das eigene Leid zum Anlass zu nehmen, um für das Wohlergehen und die materiellen Belange anderer einzutreten (Stier am MC).

Wurzeln und Krone
Noch vieles gäbe es zu diesem Horoskop zu sagen, das den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Beenden möchte ich ihn mit einem Bild, das in besonderer Weise deutlich macht, weshalb wir, wie in meinem Buch „Ihr Lebensziel“ dargestellt, uns sowohl zu unserem MC hin bewegen und entwickeln, wie auch unsere IC bewahren und hegen müssen:

Stellen Sie sich einen Baum vor mit einer wunderbaren, blühenden Krone, mit Früchten vielleicht und üppigen Blättern. Woraus zieht dieser Baum seine Fähigkeit, eine solche Krone zu entwickeln? Aus seinen Wurzeln, die ihn nähren und am Leben erhalten. Würden wir die Wurzeln abschneiden, wäre die Krone bald vertrocknet. Sie kann nicht ohne ihre Wurzeln existieren.

Schneiden wir umgedreht die Krone ab, können sich, solange die Wurzeln intakt bleiben, neue Triebe bilden. Aus unseren Wurzeln können wir immer und immer wieder schöpfen. Wir müssen also nach unten und nach oben wachsen. Doch unser Baum benötigt auch ein Umfeld, Erdreich, eine Atmosphäre, Sonnenlicht, in das er eingebunden ist und mit dem er in Wechselwirkung steht. Dieses Umfeld ist unsere AC/DC-Achse.

IC und MC beschreiben die Matrix unseres Lebens, sein verborgenes Entwicklungsmuster und die Gesetzmäßigkeiten, nach denen es sich entfaltet. Da Astrologie eine Symbol- und Prinzipiensprache ist, sagt sie nichts über den Stand unserer Verwirklichung aus oder definiert eine bestimmte konkrete Form, in der wir die angezeigten Themen leben müssen. Sie gibt uns lediglich einen Rahmen vor, den wir selbst durch unsere bewussten und unbewussten Lebensentscheidungen mit Farben und Formen füllen. So gesehen ist jedes Leben ein schöpferischer Akt.

Bibliographie:
[1] Michael Roscher: Kritische Grade im Radix, Roscher Verlag
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